Sportentwicklung

25. August 2021

Michael Ende hat ein tolles Buch geschrieben: „Die unendliche Geschichte“. Fast unendlich fühlt sich auch die Diskussion um das Sportentwicklungskonzept und seine Umsetzung an. Einen Höhepunkt hat die Geschichte zuletzt mit der Forderung nach einem Sportpark in Diekholzen erklommen. Wie wir aus finanzieller Hinsicht dazu stehen, haben wir bereits unter „Finanzen“ beschrieben.

Uns ist aber auch wichtig: Was nutzt ein Sportpark in Diekholzen den Menschen in den anderen Ortschaften?

„Hallenbelegungszeiten entspannen“ ist ein durchaus wichtiges Argument – stimmt. Aber Hallenbelegungszeiten ließen sich auch entspannen, wenn beispielsweise in Söhre eine anforderungsgerechte Trainingshalle entstehen würde. Denn genau dort, in Söhre, wo Handball auf hohem Niveau gespielt wird, ist Bedarf daran. Damit würde auch eine Unterstützung direkt vor Ort für die hervorragende Jugendarbeit der Sportfreunde Söhre realisiert werden können.
Eine solche Trainingshalle dort ließe sich z.B. sicher auch von anderen Söhrer Vereinen und Verbänden für andere Zwecke (z.B. Veranstaltungen, Treffen) nutzen. Damit könnte das Ehrenamt vor Ort gestärkt werden. In Söhre entsteht zudem ein neues Baugebiet. Das Thema „Schulsport in Söhre“ wird damit auch noch einmal als wichtiges Thema zu behandeln sein.

Ganz nebenbei gefragt: Ist es ökologisch wirklich sinnvoll, wenn (und da können wir fast sicher sein) zu den Trainings Woche für Woche PKW zwischen den Orten pendeln?

Und mal ganz ehrlich: Brauchen wir wirklich einen Sportpark mit Ausstattungen wie einer Finnbahn? Wir haben eine so wunderbare Umgebung, die uns mitten in der Natur herrliche Wege durch Feld und Wald bietet. Für Wanderer wir für sportliche Radfahrer. Und da wollen wir so etwas künstlich anlegen? Wozu? Damit man es nicht soweit hat?

Nur noch einmal zur Erinnerung: In Diekholzen selbst stehen bereits die große Steinberghalle und die Schulturnhalle für sportliche Betätigung zur Verfügung. Soll da jetzt die dritte Halle hin?

Und der Sportplatz in Diekholzen: Eigentlich beste Lage, idyllisch gelegen. Dort gibt es Handlungsbedarf, das ist klar. Und natürlich muss der abgearbeitet werden, wenn das Sportzentrum nicht kommt.


Wir finden: Wir sollten alle gemeinsam unaufgeregt noch einmal draufschauen, was unsere Gemeinde – in allen vier Ortschaften – wirklich braucht und welche Alternativen bestehen. Dazu gibt es im neuen Rat hoffentlich die Chance. Das Sportentwicklungskonzept ist sicher eine gute Basis, auf der man aufbauen kann. Und dann findet die Geschichte hoffentlich ein gutes Ende…